CCB #30: Von Citrus zu Brillant

Das Kochbuch Von einfach zu BRILLANT von Donna Hay haben wir vor kurzem geschenkt bekommen. Eine Freundin, die bereits öfter bei unseren Kochprojekten zu Gast war, hat uns damit überrascht. Das Buch ist ein richtig dicker, fetter Schmöker. Man findet darin sowohl Klassiker als auch „modernere“ Gerichte, z.B. das in den letzten Jahren sehr beliebte Pulled Pork. Die Fotos sind edel und mit einheitlich dunklem Hintergrund inszeniert. Auch die Idee des Buches gefällt mir gut: Es wird erst ein Grundrezept vorgestellt, und dieses wird dann in unterschiedlichen Varianten – mal mehr, mal weniger aufwändig – abgewandelt. Wir haben uns für eine langsam geschmorte Rinderbrust – in einer Variation mit Pappardelle – entschieden.

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Eine Vorspeise hab ich in dem Citrus Kochbuch von Luzia Ellert, Gabriele Halper und Katharina Seiser gesucht. Das Buch aus dem Heyne Verlag beherbergt sehr viele Rezepte, die meisten sind aber recht aufwändig oder haben ausgefallene Zutaten. Ich hab mich für einen eher simplen Grapefruit-Geflügelsalat entschieden.

Grapefruit-Geflügel-Salat mit Limetten-Kokos-Sauce

Zutaten:

  • 2 Hühnerbrustfilets, gebraten
  • 4 rosa Grapefruits
  • eine Handvoll Minzblätter
  • 1/4 Liter Kokosmilch
  • 1/4 Liter Joghurt
  • 1 TL frisch geriebener Ingwer
  • 2 unbehandelte Limetten
  • 1 TL Kurkuma
  • 4 EL helle Sojasauce
  • süße Chilisauce, Salz, Pfeffer
  • Kokosflocken (bei uns stattdessen geröstete Mandelblättchen

Die Kokosmilch aufkochen und auf die Hälfte reduzieren. Kurkuma einrühren und auskühlen lassen. Die Grapefruits schälen und filetieren, dabei den Saft auffangen. Hühnerbrust in feine Streifen schneiden, Minze ebenfalls fein schneiden.

Die Schale einer Limette abreiben und den Saft auspressen. Die zweite Limette in dünne Scheiben schneiden.

Zu der Kokosmilch das Joghurt, den Limettensaft und den Ingwer hinzugeben. Mit Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken.

Hühnerfleisch, Grapefruitfilets, Limettenschale und Minze in einer Schüssel mischen. Das Dressing dazugeben, durchrühren, und mit Chilisauce, Grapefruitsaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Salat in tiefen Tellern anrichten, mit Mandelblättchen und Limettenscheiben garnieren. Dazu gab es Brot.

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Langsam geschmorte Rinderbrust

Zutaten:

  • 1,5 kg Rinderbrust (Brustkern)
  • 1/2 Liter Rindsuppe
  • 1/2 Liter Wasser
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 3 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
  • 1/4 Liter Rotwein
  • 3/4 Liter passierte Tomaten
  • 6 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer
  • Öl, Salz, Pfeffer

Laut Rezept sollte die Rinderbrust in 4 Teile geschnitten werden, damit sie schneller gart. Da wir Zeit hatten, haben wir das unterlassen – wir würden es letztendlich aber doch empfehlen – siehe unten.

Den Herd auf 180 Grad vorheizen. Die Rinderbrust in einem großen Topf in Öl scharf anbraten. Aus dem Topf nehmen und zur Seite stellen.

Noch etwas Öl dazugeben, und dann den Zwiebel und den Knoblauch einige Minuten anbraten. Den Wein hinzugießen und etwa auf die Hälfte reduzieren lassen. Dann Suppe, Wasser, Lorbeer, Salz und Pfeffer hinzugeben und einmal aufkochen. Das Fleisch zurück in den Topf geben. Zudecken, und das Fleisch für 3 Stunden im Ofen lassen, nach der halben Zeit einmal umdrehen. Das Fleisch ist weich genug, wenn es sich leicht zupfen lässt.

Das Fleisch auf ein Brett legen und mit 2 Gabeln zerzupfen. Die Fasern zurück in den Topf geben und umrühren.

Soweit das Basisrezept – da wir uns für die

Pappardelle mit geschmortem Rindfleisch

entschieden haben, hatten wir dann nicht mehr viel zu tun:

Zutaten:

  • Pappardelle (bei uns selbst gemacht)
  • fein geriebener Pecorino
  • Basilikum zum Dekorieren
  • Salz, Pfeffer

und natürlich die Rinderbrust in der Tomatensauce. Die Nudeln kochen, abgießen, und zurück in den Topf geben. Mit dem Fleisch und der Sauce verrühren und auf Tellern anrichten. Mit Pecorino, Pfeffer und Basilkum bestreuen.

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Der Geflügelsalat hat sehr frisch und exotisch geschmeckt. Wenn das Filetieren der Grapefruit nicht so eine Fitzelei wäre, würde ich den glatt öfter machen!

Das geschmorte Rindfleisch war herrlich weich und köstlich – allerdings gar nicht so einfach zu essen. Das Fleisch aus dem Brustkern ist sehr langfasrig und zusammen mit den Pappardelle war es so schon etwas schwierig auf die Gabel zu bringen. Beim nächsten Mal würden wir das Fleisch eventuell doch vor dem Braten zerteilen, damit die Fasern nicht ganz so lang werden. Das Gericht hat auch Lust auf weitere Rezepte aus dem Buch gemacht – vielleicht versuchen wir uns endlich einmal an einem Pulled Pork!

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