CCB #28: Oma & Oriental

Das Oma.Koch.Buch von Bernie Rieder hat mir sofort gut gefallen. Die Idee, in einem Kochbuch traditionelle Rezepte mit modernen Varianten zu kombinieren, spricht mich immer an. Und so habe ich auch schon ein paar Rezepte nachgekocht. Mein Favorit ist Omas Reisfleisch, das inzwischen zu meinem Standard-Reisfleisch-Rezept geworden ist.

Diesmal fiel die Wahl aber auf eine der moderneren Varianten. Bernies orientalischer Stefaniebraten im Currybrot sollte es werden, dazu ein Süßkartoffelpüree mit Kreuzkümmel.

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Der Alsergrundler hat dazu eine Vorspeise aus Vegan Oriental von Parvin Razavi ausgesucht. Vegan? Ja, aber wie auch Katherina Seisers Immer schon vegan zeichnet sich dieses vegane Kochbuch dadurch aus, dass es ausschließlich traditonelle vegane Rezepte ohne Ersatzprodukte enthält. Nur Sojajoghurt wird bei einigen Gerichten verwendet. Das Kochbuch ist nach Herkunftsländern gegliedert und enthält u.a. Rezepte aus Armenien, Syrien, Ägypten, Marokko und der Türkei. Der Alsergrundler entschied sich für ein Rezept aus dem Iran, Mirza Gahasemi, ein rotes Melanzanimousse.

Mirza Gahasemi

Zutaten:

  • 3 große, bauchige Melanzani
  • 1 große Zwiebel, fein gehackt
  • 2 EL Olivenöl
  • ein paar Knoblauchzehen
  • 1 TL Kurkuma
  • 4 EL Tomatenmark
  • 125 ml Wasser
  • gehackte Petersilie und eventuell auch Koriander
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft.

Erst die Melanzani grillen: Eventuell über Feuer oder die Melanzani halbieren, auf ein mit Alufolie ausgelegtes Backblech legen (Schale nach oben) und auf höchster Stufe im Rohr grillen. Die Schale muss schwarz sein und es riecht rauchig – Küche gut lüften.

Die Melanzani etwas auskühlen lassen und dann das Fruchtfleisch herauskratzen und grob zerkleinern. In einem Sieb abtropfen lassen.

Zwiebel in Öl anbraten, Knoblauch und Kurkuma hinzufügen und weiter braten. Die Melanzani und das Tomatenmark dazugeben, weiterbraten, und dann mit Wasser aufgießen. Salzen, pfeffern, und so lange weiterbraten, bis das Wasser verdampft ist. Die Kräuter untermischen und Mit Zitronensaft abschmecken.

Süßkartoffelpüree mit Kreuzkümmel

Bei diesem Rezept passen für mich die Mengen nicht zusammen, daher hab ich sie modifiziert.

Zutaten:

  • 800 g Süßkartoffeln, geschält, gewürfelt
  • 100 g Butter
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 2 Lorbeerblätter
  • ca 400 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Walnussöl
  • Salz, Pfeffer, Muskanuss

Aus der Butter braune Butter herstellen. Dazu in einem kleinen Topf die Butter langsam erhitzen, bis sie schäumt. Bei mittlerer Hitze weiterköcheln lassen, bis sich das Milcheiweiß am Boden anlegt und die Butter klar wird. Ab und zu mit einem Holzkochlöffel umrühren und achten, dass sich nichts anlegt. Die Butter vom Herd nehmen und ein paar Minuten abkühlen lassen.

Die Butter durch ein mit Küchenpapier ausgelegtes Sieb abseihen Die geklärte Butter nochmals erhitzen, man kann nun selbst bestimmen, wie braun man sie haben möchte.

In die heiße braune Butter kommen nun die Süßkartoffelwürfel. Salzen, und so lange rösten, bis sich die Kartoffeln leicht anlegen. Kreuzkümmel und Lorbeerblätter hinzufügen und verrühren. Mit der Suppe aufgießen, bis die Kartoffelwürfel gut bedeckt sind. Die Würfel weich kochen, die Lorbeerblätter herausnehmen und die Süßkartoffeln pürieren. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss und das Walnussöl hinzufügen. Nochmals pürieren.

Das Melanzanipüree hat uns sehr gut geschmeckt, es war aber ein bisschen wenig für den Aufwand. Eventuell sollte man da gleich mehr machen.

Von Bernies orientalischem Stefaniebraten war ich nicht so begeistert. Der Brotteig hat zwar ganz gut geklappt und war, wie der Braten auch, schön würzig. Aber geschmacklich fand ich das Gericht etwas „unrund“. Sehr gut hat uns aber das Süßkartoffelpüree geschmeckt, das bekommt durch die braune Butter eine sehr feine Note. Beim nächsten Mal werden wir bei diesem Kochbuch aber wieder auf ein Rezept von Oma zurückgreifen!

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