CookingEurope Revisited

Im Lauf unseres CookingEurope Projektes haben wir einige Gerichte gekocht, die sich unserer Meinung nach auch gut für einen Brunch eignen könnten, zum Beispiel das feine Kükü aus Aserbaidschan, eine Art Kräuteromelette. Daran haben wir uns erinnert,  um Freunden ein paar Kostproben aus unserem CookingEurope Projekt zu servieren. Aus Termingründen wurde aus dem Brunch aber ein Lunner, und statt dem Kükü kamen ein paar deftigere Gerichte auf den Tisch:

  • Badrijani Nigvzit aus Georgien
  • Oliviersalat aus Russland
  • Involtini di Zucchini aus Italien
  • Chatschapuri aus Georgien
  • Köttbullar aus Schweden
  • Quarkkeulchen aus Deutschland

 

Hier im Blog möchte ich das Rezept von Chatschapuri vorstellen, einem Fladenbrot aus Georgien, das mit Käse gefüllt wird. Das schmeckt hervorragend und ist einfacher herzustellen, als ich gedacht hätte. Mit Teigen und Backen hab ich’s ja nicht so, daher war ich bei unserem Erstversuch erstaunt, dass das so gut klappt.

Man findet unterschiedliche Rezeptvarianten, z.B. mit und ohne Germ, in der Pfanne oder im Ofen gebacken, es gibt unterschiedliche Größen. Hier folgt eine Mischung aus dem Buch Georgische Küche von Nina Ansari und Kochvorschlägen im Internet – es finden sich auf Youtube auch Videos.

Chatschapuri

Zutaten für 2 pfannengroße Fladen:

  • ein halbes Kilo Weizenmehl
  • 250 ml Joghurt
  • 1 Ei
  • 1/4 Teelöffel Natron
  • Salz
  • ein halber Kilo Käse (siehe Text)
  • Butterschmalz

Erst ein paar Worte zum Käse: Im Original wird ein georgischer Käse namens Sulguni verwendet. Laut dem georgischen Besitzer des russischen Lebensmittelgeschäfts in unserer Nähe muss der Sulguni (am Foto rechts) mit einem zweiten Käse gemischt werden, nämlich mit diesem am Foto links:

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In den Rezepten wird vorgeschlagen, als Ersatz für den georgischen Käse eine Mischung aus Feta und Mozzarella zu nehmen – auf keinen Fall nur Feta, das wird sonst viel zu salzig. Meines Erachtens ähneln die beim Georgier gekauften Käse eher Butterkäse (Sulguni) und Ricotta. Langer Rede kurzer Sinn: Man muss nicht unbedingt georgischen Käse haben, um dieses Brot zu backen.

Nun zur Zubereitung: In einer großen Schüssel ein Ei verquirlen. Das Jogurt dazugeben und gut vermischen. 400 g Mehl dazugeben und gut verkneten. Salz und Natron hinzufügen und soviel zusätzliches Mehl einarbeiten, bis der Teig nicht mehr klebt. Den Teig sehr gut durchkneten und – laut Kochbuch – dreimal fest auf die Arbeitsfläche aufschlagen. Den Teig im Kühlschrank lagern.

Je 250 g von den beiden Käsesorten reiben. Die Sorten durchmischen und zu 2 gleich großen Kugeln zusammenpressen.

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Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und halbieren. Mit der Hand zu einem Kreis von ca 15 cm Durchmesser formen. Eine Kugel hineinsetzen und den Teig rundherum um die Kugel hochziehen und oben verschließen. Die Kugel umdrehen, sodass die eben verschlossene Stelle unten liegt.

 

Dann langsam, erst mit der Hand, dann mit dem Nudelwalker, den Teig vorsichtig auf Pfannengröße auswalzen. Laut Kochvideos soll man dann in die Mitte des Teiges ein kleines Loch zur Käseschicht machen – allerdings wird das Brot hier im Ofen gebacken. Beim Backen in der Pfanne ist das meiner Ansicht nach nicht nötig – oder sogar kontraproduktiv.

 

In einer Pfanne Butterschmalz erhitzen und das Brot hineinlegen. Auf mittlere Hitze drehen. Nach einigen Minuten vorsichtig wenden – eventuell mit Hilfe eines Holzbretts. Fertig Backen.

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Das Brot servieren. Vorsicht, beim Aufschneiden rinnt eventuell eine Menge Käse heraus, das wird aber besser, wenn das Brot erst ein wenig abkühlt.

Diesmal ist uns leider beim Backen eines der Brote der Käse ausgeronnen, wir nehmen an, dass die Pfanne zu heiß war. Wir werden das Rezept aber sicher wieder machen, weil das Brot einfach so gut schmeckt. Eventuell probieren wir auch mal kleinere Größen, sodass man sich beim Backen leichter tut und man jedem Gast ein eigenes Brot servieren kann.

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