CCB #3: Viel Tomate und ein wenig Chili

Wir haben uns ja gefreut, dass wir bei unserem neuen Projekt anfangs aus dem Vollen schöpfen können was die Auswahl der Kochbücher und Gerichte angeht. Aber ganz so ist es nicht, denn die Tomatengerichte sollte man natürlich bald kochen, denn jetzt ist Tomatenzeit!

Also hab ich mir für heute das Kochbuch Tomate aus der Collection Rolf Heyne herausgeholt. Das Kochbuch habe ich zusammen mit seinen Schwestern Chili und Citrus aus einer Ramschkiste der Buchhandlung Frick geholt. Es ist sehr schön gestaltet, hat edle Fotos und viele Rezepte. Diese sprechen mich aber nicht allzusehr an – es sind oft ausgefallene Zutaten dabei wie Kaninchen, Flusskrebse oder Kalbszunge. Aber bei der großen Auswahl haben wir dennoch ein für uns passendes Rezept gefunden, eine geeiste Tomatensuppe mit Granatapfel.

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Von der Suppe wird man aber nicht satt, also haben wir uns noch ein Kochbuch für ein zweites Gericht gesucht: Es wurde Chili küsst Tomate, entstanden aus einem Projekt von Sohyi Kim mit Astellas Pharma. Hier gefallen mir  die Rezepte schon besser. Die meisten Gerichte klingen unkompliziert, vieles hat einen asiatischen Touch ohne allzu exotische Zutaten zu verlangen. Wir haben uns für Lammspieße mit einer Minzsauce entschieden.

Und gleich ein Geständnis: Ich koche Rezepte oft nicht 1:1 nach, sondern variiere gerne je nach Geschmack oder Zutatenbeschaffung. Ich werde aber hier am Blog darauf hinweisen, wenn ich etwas zum Originalrezept verändert habe.

Geeiste Tomatensuppe mit Granatapfel und Ziegenkäse-Päckchen

Zutaten (für etwa 3 Personen):

  • 1 kg Tomaten
  • 4 EL Olivenöl
  • Saft einer halben Limette
  • 1 TL Zucker
  • eine halbe Packung Strudelblätter
  • 100g Ziegenfrischkäse
  • Eigelb
  • 2 EL gehackte Minze
  • Salz, Pfeffer
  • Granatapfelkerne

Die Tomaten vom Strunk befreien und grob schneiden. Im Mixer gut durchmixen, das Öl, die Limette und den Zucker dazugeben. Die Tomatensuppe durch ein Sieb streichen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen. Etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren ins Gefrierfach geben.

Der Ziegenkäse wird im Original in Wan-Tan gefüllt und im Öl schwimmend herausgebacken. Ich hab mich stattdessen für Strudelteig und Backrohr entschieden. Den Ziegenkäse zerdrücken und mit Salz und Minze vermischen. Zu (idealerweise 9) Kugeln formen. Ich hab die Bällchen ins Gefrierfach gegeben, damit sie beim Backen nicht so schnell weich werden.

Einen Granatapfel entkernen.

Ofen auf 200 Grad vorheizen. Den Strudelteig laut Packungsanleitung herrichten und in 9 Stücke teilen. Mit etwas Eigelb bestreichen, ein Ziegenkäsebällchen daraufgeben und den Teig an den Ecken hochheben und die diese fest zusammendrücken. Für 15-20 Minuten im Rohr backen.

Geeiste Tomatensuppe in Tellern anrichten, Granatapfelkerne darübergeben. Die Päckchen haben wir auf Spieße gelegt, damit sie nicht gleich von der Suppe aufgeweicht werden.

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Lammspieße mit Minzsauce

Zutaten (für 2 als Hauptgericht):

  • 4 Lammfilets
  • eine große Ochsenherz Tomate
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL Koriandersamen
  • 1 Bund frische Minze
  • 2 EL Limettensaft
  • 2 EL Essig (eigentlich Sushi-Essig, wir hatten Balsamico)
  • frische Chili
  • Salz, Olivenöl, Cayennepfeffer

Die Minze zupfen und mit Limettensaft, Essig, gehackter Chili, Salz und 4 EL Öl im Mixer fein pürieren. Zur Seite stellen.

Die Hälfte der Tomate und der Zwiebel fein hacken. Die Koriandersamen (im Originalrezept ist hier auch noch Kümmel dabei) erst anrösten und dann im Mörser zerstoßen.

Das Lammfilet würfeln. Aus Zwiebel- und Tomatenwürfeln, Koriander, Sojasauce, Salz und Cayennepfeffer eine Marinade mixen und das Lammfleisch eine Stunde darin ziehen lassen.

Rest der Tomate und Zwiebel grob zerteilen. Lammfilet abwechselnd mal mit Tomate, mal mit Zwiebel auf die Spieße verteilen. Spieße in Olivenöl braten. Die restliche Marianade hab ich ebenfalls gegart.

Spieße mit Marinade und Minzsauce anrichten, dazu hatten wir Brot.

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Die Suppe sah optisch toll aus und hat auch sehr gut geschmeckt. Das kann man an heißen Tagen auch gut Gästen servieren. Die Spieße mit der Minzsauce waren ebenfalls fein, da hätte ich mir aber vielleicht etwas mehr erwartet. Dennoch, es war ein schmackhaftes, leichtes Essen mit einem exotischen Touch, perfekt für einen Sommerabend.

 

 

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