CE #29: Svíčková – Der böhmische Lendenbraten mit böhmischen Knödel

Dass für Tschechien Svíčková gekocht wird, stand von Anfang an fest. Und echte böhmische Knödel sollte es natürlich dazu geben. Da die böhmische Küche aber generell viel zu bieten hat, und für den Abend auch Besuch geplant war, haben wir uns zusätzlich nach Vor- und Nachspeisen umgesehen. Bei der Vorspeise fiel die Wahl auf eine Böhmische Kartoffel-Pilz-Suppe, bei der Nachspeise wurden es die klassischen Povidlové taštičky.

Zutaten Lendenbraten:

  • 1,5 kg Rinderfilet
  • 100 g Selchspeck, in Keile geschnitten
  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • ca 600 g gemischtes Wurzelgemüse, geraspelt
  • 2 Packungen Schlagobers
  • Butter
  • Salz, Pfeffer
  • Piment,  Lorbeerblätter, Pfefferkörner, etwas Thymian
  • Zitronensaft
  • Senf
  • Orange
  • Preiselbeerkompott
  • Suppe oder Wasser

Den gesäuberten und enthäuteten Lungenbraten mit den Speckkeilen spicken. Dazu die Speckkeile davor einfrieren. Fleisch salzen und pfeffern. Das Suppengemüse mit dem Zwiebel, den Gewürzen, Zitronensaft und zerlassener Butter vermischen und das Fleisch irgendwie darin einpacken. Einen Tag im Kühlschrank marinieren lassen.

Am nächsten Tag das Rohr auf 200 Grad vorheizen. Das Fleisch aus dem Gemüse auspacken und in Öl anbraten. Zur Seite stellen. Das Gemüse im Topf anbraten. Das Fleisch wieder dazugeben, mit Suppe oder Wasser aufgießen und zugedeckt ins Rohr geben. Ca 1-1,5 Stunden dünsten lassen, das Fleisch ab und zu umdrehen.

Den Topf aus dem Rohr nehmen, das Fleisch herausheben und die Lorbeerblätter raussuchen. Das Gemüse pürieren. Einen Becher Schlagobers dazugießen, etwas Senf dazu und nochmals pürieren. Abschmecken. Das Fleisch aufschneiden und im Saft nochmals erwärmen. Ein wenig Schlagobers schlagen.

Zutaten böhmische Knödel:

  • 500 g Mehl
  • 250 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 Tl Zucker
  • etwas Salz

Gleich vorab: Ich habe versehentlich viel zu viel Milch genommen. Wir haben dann ständig Mehl dazugegeben, damit da noch ein Teig draus wird. Die Knödel sind trotzdem wunderbar gelungen. Man kommt also wahrscheinlich auch mit weniger Germ aus. Noch ein Tipp: Die Knödel kann man ohne Weiteres ein paar Tage vorher zubereiten und dann aufgeschnitten einfrieren! Wir haben sie auftauen lassen und dann im Mikro erhitzt und sie wurden perfekt.

Ein Dampfl zubereiten mit der Hefe, einem Teil der Milch und dem Zucker. Eine halbe Stunde zugedeckt gehen lassen.

Das Mehl in eine Schüssel geben, dazu das Ei, die restliche Milch, das Dampfl und das Salz geben. Die Küchenmaschine macht daraus einen Teig, diesen wieder eine halbe Stunde zugedeckt gehen lassen.

Den Teig auf eine Arbeitsfläche geben, in 3 Teile teilen, und jeden Teil nochmals durchkneten. Schön beschrieben wird das hier. Die 3 Teigkugeln nochmals abdecken und eine Weile gehen lassen.

In einem sehr großen Topf (die Knödel werden wirklich sehr groß!) reichlich Wasser zum Kochen bringen und 1 TL Salz dazugeben. Die Knödel länglich formen, ins Wasser geben und zudecken. Den Herd auf die kleinste Stufe stellen. Etwa 18 Minuten kochen lassen.

Die Knödel aus dem Wasser heben und mit einem Bindfaden in Scheiben schneiden.

Fleisch, Saft und Knödel am Teller anrichten, dazu kommt ein Löfferl Schlagobers und eine Orangenscheibe mit etwas Preiselbeerkompott.

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Es war SO gut! Ich liebe ja diese rahmigen Wurzelsaucen! Meine Omi hat zu Weihnachten immer Rindslungenbraten in Wurzelsauce gemacht, allerdings mit klassischen Serviettenknödel. Ich mag die böhmische Variante aber auch sehr gern, weil sie wenig Eigengeschmack hat und dadurch die Sauce gut zur Geltung kommt.

Auch mit Vor- und Nachspeise waren wir sehr zufrieden. In die Suppe haben wir getrocknete Steinpilze gegeben, dadurch wurde sie sehr würzig. Die Powidltatschkerl hat der Alsergrundler fast allein zubereitet (nur beim Füllen habe ich geholfen) und sie waren wunderbar flaumig. Einziger Wermutstropfen: Unsere Besucherin war krank und konnte nicht kommen. Aber wir werden sie zu einem anderen CookingEurope Abend einladen!

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