CE #9: Carbonade Flamande – ein belgischer Abend mit flämischem Biergulasch

Wir haben die Pauls von Alles außer Arbeit gestern auf einen CookingEurope Abend zu uns eingeladen, wobei wir nicht verraten haben, in welches Land die kulinarische Reise geht. Da die beiden große Bier-Liebhaber sind und jetzt sogar selbst brauen, wollten wir unbedingt etwas mit Bier kochen. Angeboten hat sich die Carbonade Flamande aus Belgien, ein Gulasch mit dunklem belgischen Bier. Zum Glück ist belgisches Bier in Wien leicht zu bekommen, schwieriger ist das mit dem holländischen Frühstückskuchen, der auch in die Carbonade soll. Aber, Internet sei dank, habe ich hier ein Rezept gefunden, um ihn selbst zu machen.Der Kuchen wurde leider etwas fest, aber da er ohnehin als Saucenkuchen gebraucht wurde, ist das nicht weiter tragisch. Und ich kann den Rest einfrieren und in den nächsten Sauerbraten bröseln.

Bei der Vorspeise haben wir uns für eine Waterzooi entschieden, zum Dessert sollte es eine Mousse aus belgischer Schokolade geben. Und für die Gäste haben  wir eine Auswahl an belgischen Bieren besorgt.

Aber zurück zur Carbonade Flamande – wir haben uns hauptsächlich an diesem Rezept orientiert:

Zutaten (für 4-5 Personen):

  • 1,5 kg Rindfleisch (Wadschinken), in ca. 3 cm Würfel geschnitten
  • 2 0,33 l Flaschen dunkles belgisches Bier
  • 5 Zwiebeln, klein gewürfelt
  • 3 Karotten, klein gewürfelt
  • 2 Scheiben holländischer Frühstückskuchen
  • 3 Scheiben entrindetes Roggenbrot
  • gut 1 l Suppe
  • Dijon Senf
  • 5 Lorbeerblätter
  • 2 Teelöffel Thymian
  • Schmalz, Mehl, Essig, Salz, Pfeffer

Das Fleisch in Mehl wenden und portionsweise in heißem Schmalz kurz anbraten. Fleisch zur Seite stellen und im Schmalz die Zwiebeln hellbraun anrösten. Die Karotten zugeben und mitrösten. Dann das angebratene Fleisch zugeben und gut durchrühren. Das Bier und die Suppe dazugeben und aufkochen lassen. Dann die Gewürze und den zerbröselten Kuchen hinzufügen. Die Brotscheiben dick mit Senf bestreichen und mit der Senfseite nach unten auf das Gulasch legen.

Das Ganze auf kleiner Flamme für 3 Stunden (oder länger) köcheln lassen. Dabei öfter umrühren, da sich Brot oder Kuchen gerne unten ansetzen. Man kann das Gulasch auch im Rohr garen, das wäre vielleicht praktischer.

Die Carbonade mit Senf, Essig, Salz Pfeffer abschmecken. Dazu haben wir – typisch belgisch – Pommes Frites serviert.

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Den Gästen und uns hat es ausgezeichnet geschmeckt, es wollten alle einen Nachschlag.

Auch die Waterzooi ist gut angekommen. Wir haben uns für eine Variante mit Fisch entschieden und Zander und Saibling verwendet. Die Mousse au chocolat wurde mit einem Saucenspiegel in den Landesfarben verziert.

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Wir danken den Pauls für  den Besuch und den schönen Abend! Zum Glück lieben die beiden nicht nur Bier sondern auch Katzen und ließen sich durch unsere zwei Rabauken nicht aus der Ruhe bringen.

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