CE #25: Sauerbraten aus Deutschland

Am Montag stand bei CookingEurope ein größeres Koch-Projekt auf dem Plan. Für unseren deutschen Gast sollte es nicht nur einen Sauerbraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen geben, sondern auch eine typisch deutsche Vor- und Nachspeise. Bei der Vorspeise haben wir uns für eine Krabbensuppe entschieden, die wir in unseren Norddeutschlandurlauben oft und gerne genießen. Zur Nachspeise gab es Quarkkeulchen – so hatten wir auch den Osten Deutschlands kulinarisch abgedeckt.

Aber zunächst zum Sauerbraten. Hier halten wir uns wieder mal an unser Plachutta-Kochbuch. Das Fleisch muss erst mal 6 Tage in die Beize:

Zutaten Fleisch und Beize:

  • 1,7 Kilo Rindfleisch (wir hatten weißes Scherzl)
  • 1/4 L Weinessig
  • je 80 g Karotten, Sellerie, Petersileinwurzel, geschält und gewürfelt
  • 1 Zwiebel, geschält und grob gewürfelt
  • 10 Pfefferkörner
  • 4 Gewürznelken
  • 8 Wacholderbeeren
  • 10 Pimentkörner
  • 0,8 L Wasser
  • 1 TLSalz

Die Flüssigkeiten mit den Gewürzen und dem Gemüse aufkochen. Fleisch in ein passendes Gefäß geben, mit der Beize übergießen und zugedeckt im Kühlschrank belassen.

Zwei Tage vorab hat der Alsergrundler das Rotkraut zubereitet, ebenfalls nach Plachutta.

Zutaten Rotkohl:

  • 1 Kopf Rotkraut, gehobelt (wir ließen gleich am Marktstand hobeln)
  • 1/8 l Orangensaft
  • 80 g Zwiebeln, fein geschnitten
  • 1 EL Kristallzucker
  • 1 Glas Rotwein
  • Suppe zum Aufgießen
  • 150 g Äpfel, geschält, entkernt, gerieben
  • 1 EL Preiselbeerkompott
  • 1 KL Stärkemehl
  • Zimt, Salz, Zitronensaft

Das geschnittene Rotkraut mit Orangensaft, Zitronensaft und Salz für einige Stunden marinieren.

Zwiebel in Öl anrösten und den Zucker einrühren. Mit Wein ablöschen und das Rotkraut hinzufügen. Mit etwas Suppe aufgießen und zugedeckt dünsten. Die Äpfel, die Preiselbeeren und den Zimt hinzufügen und weiter dünsten. Dann die Stärke mit etwas Wasser vermischen, und unter das Rotkraut mischen. Nochmals aufkochen.

Das waren die Vorbereitungen und am Montag Nachmittag ging es richtig los. Erst musste der Braten in die Röhre.

Zutaten Braten:

  • 1 EL Tomatenmark
  • 1/8 Rotwein
  • 1/2 L Gemüsebrühe
  • Öl

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Braten aus der Beize nehmen und trocken tupfen. Öl in einem großen, ofenfesten Topf erhitzen und das Fleisch von allen Seiten anraten. Das Fleisch aus dem Topf heben, Tomatenmark im Topf kurz anschwitzen. Mit Rotwein ablöschen, dann die Suppe, das gebeizte Gemüse und die Hälfte der Beize dazugießen. Zum Kochen bringen. Zugedeckt für eineinhalb Stunden ins Rohr geben.

In der Zwischenzeit kann man die Kartoffelklöße zubereiten.

Zutaten Kartoffelklöße:

  • 900 g mehlige Kartoffeln
  • 3 Eigelb
  • 75 g Kartoffelstärke
  • 50 g flüssige Butter
  • Salz, Muskatnuss

Kartoffel weich kochen. Noch heiß schälen und dann für 10 Minuten im Rohr ausdampfen lassen. 2x durch die Kartoffelpresse drücken. Verquirltes Eigelb dazugeben und verrühren. Dann erst die Stärke, dann die Butter einrühren. Mit Salz und Muskatnuss abschmecken. Den Teig zu einer Rolle formen, in Stücke schneiden und dann Knödeln formen.

Nach den eineinhalb Stunden geht es weiter mit dem Sauerbraten:

Zutaten Sauce:

  • 3-4 EL Preiselbeerkompott
  • 80 g Saucenkuchen zerkleinert
  • 0,3 L Rotwein
  • 2 EL Stärkemehl
  • 80 g Rosinen

Die Preiselbeeren und die Saucenkuchenbrösel zum Sauerbraten geben. Noch eine halbe Stunde dünsten. Dann das Fleisch aus dem Saft heben (und warm stellen), und den mit Stärke vermischen Rotwein einrühren. Ein paar Minuten kochen, dann den Saft passieren. Rosinen hinzugeben und noch ein paar Minuten köcheln.

In der Zwischenzeit wurden die Kartoffelknödel in reichlich Salzwasser für 10-15 Minuten gekocht. Und das Rotkraut musste natürlich auch gewärmt werden. Dann den Sauerbraten tranchieren und alles anrichten – fertig!

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Puh, das war eines unserer aufwändigeren CookingEurope Gerichte, aber das Kochen hat wirklich Spaß gemacht! So ein Sauerbraten ist vielleicht nicht das ideale Gericht für Gäste, da man nicht alles vorbereiten kann. Aber zum Glück sind unsere Katzen gute Gastgeber! Ramirez und Akemi haben den Gast unterhalten, während wir in der Küche werken mussten.

Geschmeckt hat der Sauerbraten jedenfalls ausgezeichnet!

Davor hatten wir eine Krabbensuppe, in etwa nach diesem Rezept. Die Krebspaste haben wir im Internet besorgt, frische Nordseekrabben bekommt man in Wien bei Wulfisch. Das Rezept für die Quarkkeulchen hatten wir aus dem Kochbuch „Deutschland vegetarisch“ von Stevan Paul und Katharina Seiser.

Die Krabbensuppe hat geschmeckt wie in Norddeutschland und die Quarkkeulchen mit Himbeersauce waren lecker und nicht zu süß.

Es war ein sehr gelungener Deutschland-Abend!

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