CE #23: Nidi di Rondine – Schwalbennester aus San Marino

Beim Durchsehen der Rezepte für dieses Gericht waren wir gleich angetan. Denn das ist nicht nur ein einfaches Pastagericht mit guten Zutaten – es sieht auch noch faszinierend aus. Vor allem während der Erstehung, wenn man die „Nestchen“ aufschneiden und in die Auflaufform platzieren kann. Daher gibt es hier heute ausnahmsweise nicht nur ein Bild des fertigen Gerichts sondern auch Fotos vom Kochen.

Bezüglich der Füllung der Nestchen haben wir im Internet viele Varianten gefunden. Meist wird gekochter Schinken genommen, wir haben uns wegen des würzigeren Geschmacks für Rohschinken entschieden. Der empfohlene Fontina-Käse hat den Nachteil, dass er sich nur schwer aufschneiden lässt. Einfachen Edamer, wie in machen Rezepten angegeben, fände ich aber zu langweilig. Dann findet man noch öfter Champignons, Tomatensauce und andere Gemüse bei den Zutaten.

Zutaten (für ca 4 Personen):

  • 300 g italienisches Mehl (Type 00)
  • 3 Eier (eher größere)
  • 1 EL Olivenöl
  • ca 220 g italienischen Rohschinken, aufgeschnitten
  • ca 300 g Fontina (so gut wie möglich aufgeschnitten)
  • 40 g Mehl, glatt
  • 40 g Butter
  • 1/2 Liter Milch
  • Salz, weißer Pfeffer, Muskat
  • 2 Dotter
  • geriebener Parmesan
  • Olivenöl zum bepinseln und für die Form

Aus dem Mehl, den Eiern und dem Öl einen Pastateig zubereiten und diesen eine Stunde in Klarsichtfolie ruhen lassen.

Für die Béchamel Butter und Mehl anschwitzen, abkühlen lassen. Kochende Milch dazugießen und verrühren. Falls sich Klümpchen bilden, diese mit dem Zauberstab beseitigen. 5 Minuten kochen lassen, mit Salz, weißem Pfeffer und Muskatnuss würzen.

Den Teig in vier gleich große Teile teilen und mit der Nudelmaschine ausrollen. Die Teigbahnen auf einem Küchentuch wenig überlappend nebeneinander auflegen. An den Überlappungen festdrücken.

Einige Löffel Béchamelsauche auf dem Teig verteilen. Darüber wird der Käse aufgelegt, dann der Schinken. Den Teig vorsichtig eng einrollen. Die Rolle für eine halbe Stunde in den Tiefkühler geben, damit sie sich besser schneiden lässt.

In die abgekühlte Béchamel-Sauce zwei Dotter und 2 EL Parmesan einrühren. Eine Auflaufform mit Öl bepinseln, auf dem Boden einige Löffel Sauce verteilen. Ofen auf 190 Grad vorheizen.

Die Rolle in gleich große Stücke schneiden, bei uns wurden das 12 Nestchen. Die Nester außen mit Ölivenöl bepinseln und in die Form setzen. Auf jedes Nestchen etwas Parmesan streuen und die Béchamel über den Nestern verteilen. Die Form ins Rohr stellen, bis die Béchamel eine schöne Bräune bekommen hat.

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Das sieht auf den ersten Blick am Teller noch nicht spektakulär aus, aber beim Anschneiden sieht man, was drin steckt! Somit ein tolles Gericht für Gäste, da es sich gut vorbereiten lässt und beim Probieren für einen Ah-Effekt sorgt. Einziges Manko beim diesem ersten Versuch: Das Gericht war FAST etwas zu trocken. Aber wir haben schon Ideen, wie man hier Abhilfe schaffen könnte: Doch lieber Kochschinken verwenden, die Béchamel-Sauce verdünnen, Tomatensauce dazugeben, Salat dazu servieren,… – denn eines steht fest, die Schwalbennestchen aus San Marino wollen wir wieder kochen!

Da wir Besuch hatten, haben wir auch eine Vorspeise und ein Dessert vorbereitet – hier haben wir uns allerdings an der Küche des großen Nachbarlandes orientiert. Es gab Gemüse-Involtini und eine Ricotta-Creme.

Und wie versprochen, hier die Fotostrecke – Making Of Nidi di Rondine:

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