CE #15 – Hafechabis – ein Krauteintopf aus der Schweiz

Für die Schweiz hatten wir zuerst ein Zürcher Geschnetzeltes im Sinn. Aber dann wurden wir skeptisch, als wir in unserem Schweizer Kochbuch kein Rezept dafür fanden. Also haben wir eine Schweizerin um Rat gefragt: Die meinte, Zürcher Geschnetzeltes sei mehr was für Touristen und hat uns mit einigen Vorschlägen versorgt. Ausgesucht haben wir uns davon einen Hafechabis. Eintöpfe lieben wir ja ohnehin, und unsere schweizer Expertin hat erzählt, dass sie dieses traditionelle Gericht nur noch bei ihrer Großmutter bekommt.

Als Vorspeise gab es eine Emmentaler Käsesuppe aus dem Kochbuch „Die große Schweizer Küche“ von Alfred Haefeli und Erika Lüscher, zur Nachspeise hatten wir eine Apfelwähe, angelehnt an dieses Rezept.

Zutaten (für mindestens 4 Portionen):

  • ein großer Krautkopf
  • ca 900 g Lammfleisch, gewürfelt
  • ca 150 g Speck, klein gewürfelt
  • ca 300 ml Gemüsebrühe
  • 2 große Zwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch
  • ca 800 g Kartoffeln
  • Lorbeerblatt, Gewürznelken, Wacholderbeeren, Macisblüte, Piment (alles ganz)
  • Salz, Pfeffer, Schmalz

Das Lammfleisch portionsweise in Schmalz anbraten. Das Kraut schneiden (so in max. 2 cm Stücke) und danach in der Fleischpfanne portionsweise anbraten. Das dauert eine Weile, denn geschnitten hat man plötzlich sehr viel Kraut zu verarbeiten. Zwiebel, Speck und Knoblauch würfeln.

In einem großen Topf  den Speck anbraten. Dann den Zwiebel und später den Knoblauch hinzugeben und weiter braten. Das Kraut und das Fleisch in den Topf geben und mit der Suppe aufgießen. Die ganzen Gewürze in ein Teesieb geben und dieses unten in den Topf legen. Zwei Stunden zugedeckt köcheln lassen, öfter umrühren (hier haben wir einen Tag Pause gemacht).

Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Diese können jetzt entweder zu dem Hafechabis dazugegeben und darin weich gekocht werden. Oder man kocht und serviert die Kartoffeln extra, wir haben uns für diese Variante entschieden.

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Wer das Gericht nachkochen will, sollte sich vorher dieses Video ansehen. Nicht weil das Kochen so schwierig wäre, sondern damit man weiß, wie Hafechabis richtig ausgesprochen wird. Und dann kann man während  der Vorbereitung öfter mal das Wort Hafechabis sagen: „Der Hafechabis riecht schon gut“ oder „Rühr mal den Hafechabis um!“ und  „Du hast vom Hafechabis genascht“ und dann „Jetzt hast Du schon wieder Hafechabis gesagt!“ – Was ein Spaß!

Das war wieder ein sehr schöner CookingEurope Abend. Die Suppe war sehr fein und käsig, der Hafechabis wunderbar würzig und die Apfelwähe hat auch geschmeckt!

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