CE #10: Cassoulet – Versuch an einem französischen Bohneneintopf

Der Alsergrundler hat sich für den Frankreichabend von CookingEurope ein Cassoulet in den Kopf gesetzt. Das war mir recht, Bohneneintopf klingt simpel, und in einem meiner Kochbücher gibt es auch ein Rezept dafür. Bohnen, Speck, Tomaten usw. – alles ganz easy.

So „easy“ ist das aber nicht mehr, wenn man sich die Cassoulet-Rezepte im Internet ansieht: Confierte Entenkeulen, Schweinshaxe, Hammel, bestimmte Bohnen und irgendwas mit sieben Krusten. Hilfe! Diese Franzosen können doch aus den einfachsten Dingen eine Wissenschaft machen. Aber immerhin, es gibt wie bei eh fast allen Gerichten unterschiedliche Versionen, und so haben wir eine für uns gangbare Variante zusammengestoppelt.

Zutaten (für mind. 6 Personen):

  • 800 g Schweinefleisch (Schulter oder Schopf)
  • 100 g Bauchspeck, nicht zu dünn geschnitten
  • 300 g Wurst, wir nahmen Dürre
  • 1 confierte Entenkeule in Entenschmalz
  • ca 600 g weiße Bohnen
  • 1 Dose Polpa
  • 3 Zwiebeln
  • 4 Zehen Knoblauch
  • 2 Karotten
  • gut 1 Liter Gemüsebrühe
  • eine halbe Flasche Weißwein
  • frischer Thymian
  • Tomatenmark
  • Lorbeer, Majoran, Salz, Pfeffer

Die Bohnen für 24 Stunden einweichen und weich kochen. Fleisch in Würfel, Wurst in dicke Scheiben schneiden. Entenkeule aus dem Fett nehmen, auslösen und zerkleinern. Zwiebel, Knoblauch, Karotte in kleine Würfel schneiden.

Zwiebel, Knoblauch, Karotten in Entenfett anbraten. Die Gewürze, die Tomaten, den Wein und die Suppe dazugeben, alles eine halbe Stunde köcheln lassen. Inzwischen das Fleisch, die Wurst, und eventuell auch die Entenstücke hintereinander in Entenfett abbraten und zur Seite stellen. Die Speckscheiben kurz anbraten.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Die Bohnen zur Gemüsemischung geben und gut durchrühren. Eventuell noch Suppe hinzufügen. Mit Tomatenmark, Salz, Pfeffer abschmecken.

Einen ofenfesten Topf mit Speckscheiben auslegen. Darauf kommt das Fleisch, dann die Wurst, dann die Ententeile. Die Bohnen-Gemüsemischung darüberleeren. Für ca 45 Minuten zugedeckt im Ofen garen.

(Hier haben wir einen Tag Pause eingelegt.)

Das Cassoulet bei 200 Grad im Ofen ohne Deckel etwas bräunen lassen. Servieren in Suppentellern.

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Es hat ausgezeichnet geschmeckt! Mag sein, dass das Cassoulet nicht ganz dem französischen Original entsprochen hat. Aber es war sehr gut und vielleicht probieren wir es beim nächsten Mal mit selbst confierten Entenkeulen und gehen über sieben Krusten – vielleicht aber auch nicht!

Als Vorspeise gab es eine sehr geniale französische Zwiebelsuppe, zubereitet so wie hier, nur mit Rindsuppe und Weißwein statt Gemüsesuppe. Und das Weißbrot haben wir ohne Fett etwas angröstet. Bistdudeppert, war das gut! Der Alsergrundler hat zur Feier des Tages Champagner besorgt und danach gab es eine Auswahl vom französischen Käse. Es war wieder ein sehr gelungenes CookingEurope Dinner!

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