Mary McCarthy: Die Clique

Da sind also 8 junge Mädels – Freundinnen will man nicht sagen, da sie sich teilweise nicht besonders leiden können – gerade mit dem College fertig. Einige haben bereits mittelprächtige Jobs in Aussicht, andere haben genug Geld um auf diese zu verzichten. Man wartet darauf, dass sich die jungen intelligenten Damen nun nach dem College ins Leben stürzen und beruflich weiterentwickeln – aber nein: Es dreht sich alles nur um Männer, Heirat und Kinder.

Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass der Roman in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts spielt. Das merkt man und  bei manchen Vorstellungen über Sex, Partnerschaft und Kinder stellen sich einem heutzutage die Haare auf. Andererseits kann man auch noch gewisse Parallelen entdecken, zum Beispiel wenn die Damen über ihre unterschiedlichen Vorstellungen in Sachen Kindererziehung diskutieren.

Das alles ist recht unterhaltsam und böse erzählt. Ich fand es sehr angenehm, dass die einzelnen Frauen der Clique nicht besonders sympathisch rüber kamen. Und die Männer sind sowieso Schweine, sind feige, lügen und betrügen. Leider hat der Roman einige Längen – manche Unterhaltungen und Schilderungen sind dann doch reichlich zäh.

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Bis auf die Längen hat mir der Roman gut gefallen, vor allem die bösen und sarkastischen Stellen. Man bekommt einen guten Einblick in eine andere Zeit – und ich bin sehr sehr froh, dass ich nicht zu dieser Zeit gelebt habe. Als Frau war das echt kein Spaß!

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